Turnusmäßig angebotene Veranstaltungen

im Rahmen des Moduls »Fachdidaktisches Grundlagenstudium Mathematik (FDGM)«

  • Einführung in die Mathematikdidaktik (2-std.) + Übung (2-std.)

Diese Vorlesung führt ein in grundlegende Fragen des mathematischen Anfangsunterrichts. Inhalte, Ziele und didaktische Prinzipien sollen – jeweils illustriert durch konkrete Unterrichtsbeispiele – fachliche, fachdidaktische und methodische Einsichten und Anregungen ermöglichen sowie den aktuellen Stad der fachdidaktischen Diskussion transparent machen. Als Einführungs-Veranstaltung (1. Studiensemester) hat die Vorlesung ausdrücklich Überblicks-Charakter. Vertiefenden Fragestellungen kann und soll in den FDGM-Seminaren nachgegangen werden.

Begleitend zur Vorlesung werden wöchentlich in 2-stündigen Tutorien (Kleingruppen, betreut von studentischen Hilfskräften und dem Dozenten) exemplarische Frage- und Problemstellungen durch die Studierenden bearbeitet. Im Mittelpunkt steht hierbei das Sammeln von (Selbst-)Erfahrungen im selbstständigen, aktiven Mathematiktreiben an unterrichtsnahen Aufgabenkontexten, ganz analog zu den Vorgaben der Bildungsstandards für den Mathematikunterricht der Grundschule. Diese Erfahrungen sollen dann im Hinblick auf Folgerungen für den Unterricht diskutiert und (fach-)didaktisch eingeordnet werden.

Hinweis: Die Veranstaltung (gleichen Titels, aber nicht identischen Inhalts) wird im Jahresrhythmus (WiSe + SoSe) wechselweise von Frau Nolte oder mir gelesen.



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Für diese Veranstaltung wurde im Jahre 2011 der Lehrpreis an der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft (epb) »für herausragende und innovative Lehrleistungen für die Veranstaltung Vorlesung zum Fachdidaktischen Grundlagenstudium Mathematik« verliehen.

Laudatio zum Hamburger Lehrpreis der Fakultät EPB 2011

»Als für die Lehre zuständiger Prodekan der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft freue ich mich über die Entscheidung der Jury, den Lehrpreis der Kurt-und-Käthe-Klinger-Stiftung  Herrn Prof. Dr. Günter Krauthausen zukommen zu lassen. […]

Günter Krauthausen mit einem der Hamburger Lehrpreise zu ehren, ist durchaus ein Zeichen – gelingt es ihm doch offenkundig, gerade unter denjenigen Studierenden, denen zu einem recht deutlichen Teil durch die TEDS-M-Studie sehr problematische Niveaus an mathematischen und mathematikdidaktischen Kompetenzen nachgewiesen wurden, und für die zu einem nicht geringen Umfang auch „Mathephobie“ als Problem ausgemacht wurden, wirksame Lerneffekte und Motivationssschübe zu erreichen – so weit, dass unter Vorschlagenden auch solche waren, von denen eine Entwicklung von der Mathephobie bis zum Bekenntnis zu dieser Disziplin als ›Lieblingsfach‹ die Rede war. Wer das so deutlich schafft, der muss ein guter scientific teacher sein.

Aber wir haben nicht nur Daten über den ›outcome‹, sondern auch Hinweise darauf, woran das liegen mag. Genannt wurden zum einen – und wer Günter Krauthausen kennt, wir das gleich plausibel finden – das hohe Engagement und die Fähigkeit zur Einfühlung in die Perspektive und die Lernprozesse der Studierenden, gepaart mit einer Bereitschaft zur ständigen Herstellung attraktiver wie fordernder Lernsituationen (›mathematische Weihnachtsrätsel‹ sind dabei ein Stichwort). Zum anderen aber wurde auch hervorgehoben, dass Günter Krauthausen dabei keineswegs für ein verspieltes Lernen steht, das Attraktivität mit Leichtigkeit verwechselt. Gleichermaßen hervorgehoben wurde seine Bereitschaft zu ›klaren Worten‹ und der ›ungeschönten‹ Benennung von Realitäten – und zwar mit Blick auf die Mathematik als etablierte Disziplin wie auch auf die Studierenden.

Vielleicht kann man es so ausdrücken: Oft wird behauptet, ein guter Lehrer sei derjenige, der sich für sein Fach begeistern könne. Das mag sein. Bei Günter Krauthausen scheint dann aber die überlegene Variante zu gelten: Nicht (nur) für das Fach sich zu begeistern, sondern für fachliches Lernen.

In diesem Sinne ist mit Günter Krauthausen ein Lehrender vorgeschlagen worden und wird hiermit ausgezeichnet, der im positiven Sinne Eindruck und Wirkung hinterlässt, nicht aber Abdrücke.

Herzlichen Glückwunsch, Günter!«




Altdekan Prof. Dr. K.D. Schuck ehrte in seiner Funktion als Stiftungsvorsitzender Herrn Prof. Dr. Krauthausen durch Überreichung einer Urkunde
der Kurt und Käthe-Klinger-Stiftung.